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Das Hofbräuhaus in München
Das Hofbräuhaus
Das Hofbräuhaus in München ist die bekannteste Bierwirtschaft auf der ganzen Welt, selbst ein eigenes Lied besitzt das Haus („In München steht ein Hofbräuhaus…“), welches immer wieder gerne gesungen wird. Gäste aus aller Welt sind im Münchner Hofbräuhaus anzutreffen, sie genießen das Bier im Gasthaus, der Schwemme oder im Biergarten, der sich im Innenhof befindet. Die Schwemme ist das Herzstück des Hauses, denn dort standen einst die Brauanlagen. Heute finden 1.000 Gäste allein in der Schwemme einen Platz, um das herrliche Bier genießen zu können. Selbst einen eigenen Engel soll das Hofbräuhaus besitzen, doch diese Geschichte sollte man sich direkt vor Ort anhören. Sie handelt von dem Engel Alois Hingerl, der zu seinen Lebzeiten ein Stammgast des Hofbräuhauses war.
Das erste Bier in München
Ab 1592 wurde in München das Bier gebraut, in den Anfängen war es das Gerstenbier, das „braunes Bier“ genannt wurde, später wurde auch Weißbier gebraut. Durch das Brauen von Weißbier musste bald ein neues Brauhaus gebaut werden.
Den öffentlichen Ausschank von Weißbier im Hofbräuhaus erlaubte Ludwig I. im Jahr 1828, diesen Erlass nutzten die Münchner mit großer Begeisterung. Der Braubetrieb wurde 1896 an das Isarhochufer in den Stadtteil Haidhausen verlegt, da der Platz einfach nicht mehr ausreichte. Nachdem der Braubetrieb verlagert wurde, begann die Umgestaltung des Hofbräuhauses, so ist es auch heute noch zu sehen.
Das erste Lebensmittelgesetz der Welt stammt aus München. In Bayern war das Bier nicht nur ein Getränk, sondern ein Grundnahrungsmittel. Früher wurde das Bier gebraut, manch einem schlug nach dem Genuss das letzte Stündchen. Deshalb wurde im Jahr 1516 eine Brauvorschrift für das ganze Land Bayern erlassen. Damit trat das erste Lebensmittelgesetz in Kraft, das noch heute seine Gültigkeit hat und inzwischen als Reinheitsgebot bezeichnet wird.
Die Gäste im Hofbräuhaus
Schon zur Jahrhundertwende kamen Besucher aus aller Herren Länder in das berühmte Hofbräuhaus. Damals wurden schon weit mehr als 5.000 Stammgäste gezählt. Heute ist es eine der vielen Sehenswürdigkeiten von München und besitzt noch immer seinen alten Charme von einst. Hier ist der Treffpunkt von Menschen jeder Gesellschaftsschicht, jeder Nationalität und aller Religionen. Während eines Aufenthaltes in der Stadt ist es ein absolutes Muss, das Hofbräuhaus aufzusuchen und eines der vielen angebotenen Gerichte mit einer Maß Bier zu kosten. Hier ist noch die deftige bayerische Kost zu genießen, wie die reschen Krusten vom Spanferkel, Haxen oder Schweinebraten mit echten selbstgemachten Knödeln. Natürlich dürfen auch die Weißwürste nicht auf der Speisekarte im Hofbräuhaus fehlen. 1857 wurden die Weißwürste am Faschingssonntag aus der Taufe gehoben und sind seitdem eine echte Münchner Delikatesse.
Das Hofbräuhaus bewahrt noch seine alten Traditionen, so können beispielsweise alteingesessene Stammgäste ihre Bierkrüge in einem so genannten „Maßkrugtresor“ aufbewahren. Im Hofbräuhaus sind melancholische, spannende und auch heitere Geschichten zu hören, die auf die lange Vergangenheit des Hauses verweisen. Das Hofbräuhaus ist nicht nur eine Bierwirtschaft, sondern ein Symbol von bayerischer Lebensfreude und Lebensgefühl. Das Hofbräuhaus in München ist somit der Stammtisch für die ganze Welt.

