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Die Frauenkirche in München

Die Frauenkirche

Eine von vielen Sehenswürdigkeiten in München ist die Domkirche „Zu Unserer Lieben Frau“. Sie wird auch als Frauenkirche bezeichnet. Erbaut wurde die Frauenkirche im 15. Jahrhundert. Nach einer 20-jährigen Bauzeit wurde die Kirche 1488 fertiggestellt. Allerdings wurde die Kirche erst im Jahre 1494 eingeweiht. Die Dom- und Stadtpfarrkirche ist ein gotischer Backsteinbau. Die Frauenkirche wurde schon damals für 20.000 Besucher gebaut, obwohl München zu dieser Zeit nur 13.000 Einwohner zählte. Inzwischen wurden Sitzbänke eingebaut und die Kirche bietet Platz für 4.000 Besucher.

Die Türme der Frauenkirche
Weit über die Stadt ragen die beiden Türme mitsamt ihren Kuppelhauben. Die Türme weisen eine Höhe von 99 Metern auf und der Südturm kann bestiegen werden. In die Spitze des Turms fährt ein Lift, aber genauso kann der Turm zu Fuß bestiegen werden. Vom Turm ist eine wundervolle Aussicht über München und die nahe gelegenen Alpen zu genießen. In der Nacht erstrahlen die beiden Türme im Licht von Scheinwerfern. In den Türmen befinden sich insgesamt zehn Glocken, die zu den verschiedensten Anlässen und Zeiten läuten. Die Glocken wurden bereits im Jahr 1488 eingeweiht. Die Türme wurden 1525 durch die „Welschen Hauben“ ergänzt, diese sind wiebelartige Dächer.

Im Inneren der Frauenkirche
Im Eingangsbereich der Frauenkirche befindet sich der berühmte „Teufelstritt“, hierbei soll es sich nach einer alten Legende um den Fußabdruck des Teufels handeln, der seinen Abdruck in der Bodenplatte hinterließ. Im Inneren der Frauenkirche befinden sich unter dem Chor die sterblichen Überreste des Kaisers Ludwig dem Bayer. Ebenfalls sind hier die ältesten Grabstätten der Wittelsbacher in München.

 

 

Die Altäre und die Seitenaltäre sind besonders schön anzusehen, wobei die seitlichen Altäre im Stil des Barocks umgestaltet wurden. Ebenso sind die 21 Kapellen zu bewundern, die sich an den Seiten befinden, sowie die Kunstwerke der verschiedensten Künstler. „Christus am Kreuz“ stammt von dem bekannten Künstler van Dyck und ist in der Frauenkirche zu sehen.

Mit elf Säulenpaaren wird die Kirche in drei Schiffe geteilt, wobei die Säulen wie eine weiße Wand erscheinen und der Kirche ein helles Aussehen verleihen. Die Decke der Kirche ist im spätgotischen Stil als Sterngewölbe zu sehen. Selbst der Fußboden der Frauenkirche zieht die Blicke der Besucher an, hier ist ein Rautenmuster zu sehen. Der Boden besteht aus einem rötlichen und grün-bläulichen Stein.

Die Orgeln der Kirche
Die Frauenkirche verfügt über eine Hauptorgel, eine Chororgel, eine Holzorgel und eine Truhenorgel. Die Hauptorgel befindet sich auf der Westempore und verfügt über 95 Register. Sie ist für die Werke der Romantik und des Barocks ausgelegt. Die Chororgel wird auch als die Andreasorgel bezeichnet und besitzt 36 Register. Sie befindet sich auf der Höhe des Chores im südlichen Seitenschiff. Mit Hilfe von Lichtfaserleitungen ist die Andreasorgel mit der Hauptorgel verbunden. Somit kann diese Orgel von der Hauptorgel aus gespielt werden. Die Andreasorgel ist eine dreimanualige Orgel. Die Holzorgel besitzt 11 Register und ist eine zweimanualige Orgel. Sie ist in der Sakramentskapelle der Kirche zu sehen. Die Truhenorgel ist eine einmanualige Orgel und verfügt über fünf Register, besitzt allerdings kein Pedal. Die Truhenorgel ist transportabel und besitzt daher keinen festen Platz in der Frauenkirche.