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Geschichte von München
Geschichtliches über München
Ausgrabungen im Stadtbereich von München beweisen, das schon in der Steinzeit die Gegend um München bewohnt war. Im 8. Jahrhundert haben sich dann um den Petersbergl die ersten Mönche angesiedelt, ihr Stammhaus war das Kloster Schäftlarn. Von diesen Mönchen stammt auch der Name der Stadt München, er bedeutet frei übersetzt „bei den Mönchen“. In dieser Zeit waren aber bereits schon zahlreiche Siedlungen im jetzigen Stadtgebiet entstanden. Im Jahre 500 entstand wahrscheinlich das heutige Feldmoching. Danach folgten bis zum Jahre 815 die Orte Sendling, Schwabin, Pasing, Bogenhausen, Trudering, Giesing, Perlach und Berg am Laim. Hadern Ramersdorf, Laim und Solln werden im 11. Jahrhundert erwähnt. Um 1150, also kurz vor der Gründung von München, werden die Orte Milbertshofen und Harlaching in Urkunden genannt.
Erstmalig wurde 1158 die Siedlung durch den Herzog Heinrich XII. den Löwen gegründet. Der Herzog konnte sich nicht damit anfreunden, das der Bischof von Freising die einzigste Brücke über die Isar besaß. Diese Brücke war ein Hauptübergang für die Salzlieferungen aus dem Berchtesgadener Land in die großen Städte des Nordens. Für den Bischof waren das enorme Zolleinnahmen, auf die der Herzog auch ein Auge geworfen hatte. Als die Brücke des Bischofs abbrannte, aus welchen Gründen auch immer, lies der Herzog eine neue Brücke bauen. Diese Brücke wurde nun der wichtigste Übergang über die Isar, da jeder Versuch des Bischofs seine Brücke wieder auf zu bauen vereitelt wurde. Der Herzog konnte nun die ganzen Zölle kassieren, die vorher der Bischof bekommen hat. Am 14.Juni 1158 entschied Kaiser Barbarossa den Streit zwischen dem Herzog und dem Bischof zu Gunsten des Herzogs. Dieses Datum gilt als Gründungsdatum der Stadt München.
Herzog Heinrich errichtete an dem Ort, wo sich die Mönche am Petersbergl nieder gelassen hatten, einige Lagerhäuser für Salz; daraus entstand München. Im Jahre 1175 wurde der Siedlung der Stadtstatus gewährt, 1180 wurde Herzog Heinrich gestürzt und München fiel wieder dem Bischof von Freising zu. Das Münzrecht besaß aber immer noch der Herzog. Dies führte in der Folgezeit zu vielen Konflikten, in Bayern wurde mit Freisinger, Regensburger und Münchner Münzen bezahlt. Im Jahre 1214 wurde das erste Mal in einer Urkunde das Stadtrecht von München erwähnt. 1240 fiel der Besitz vom Freisinger Bischof auf das Haus Wittelsbach über. Im 13. Jahrhundert war die Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft die größte aller bayrischen Städte, ca. doppelt soviel wie das damalige Ingolstadt. Unter dem Kaiser Ludwig dem Bayern wurde München 1328 kaiserliche Residenzstadt. Zu dieser Zeit begannen auch die Augustinermönche mit dem Bierbrauen. 1397 kam es zum Aufstand der Zünfte, die dann 1403 ein politisches Mitspracherecht bekamen.
1516 wurde das Münchner Reinheitsgebot für Bier in das Bayrische Reinheitsgebot übernommen, nach diesem Gesetz wird auch heute noch Bier gebraut wird. Im Jahre 1504 wird München die Hauptstadt von Bayern. In der Folgezeit wurde massiv gegen die Protestanten bekämpft, die zu dieser Zeit in großen Teilen München verließen. 1555 hat Herzog Albrecht V. den Protestantismus ganz verboten. Dieser Herzog machte München zu einer Kunststadt der Renaissance. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde München kurfürstliche Residenzstadt. Die Stadt München wurde im Jahre 1632 kampflos den Schweden übergeben, die aber nach der Schlacht von Nördlingen die Stadt wieder räumen mussten. Kurz darauf bricht in München die Pest aus, die Bevölkerung ging um ca. 60 % zurück. Von 1705 bis 1714 haben die Österreicher die Stadt besetzt, ein Aufstand am Heiligabend 1705 scheiterte blutig.
Erneut kam es 1742 wieder zu einer österreichischen Besatzung, ein Bündnis mit Preußen beendete aber die Besatzung 1744. Die Anlage des Englischen Gartens und der Abbruch der Befestigungsmauern begannen 1789. Zu dieser Zeit wurde auch der Karlsplatz angelegt, der von den Bürgern heute Stachus genannt wird. Am Karlsplatz stand ein Gasthaus mit dem Namen Stachus-Garten. Die folgenden hundert Jahre wurden für München zur kulturellen Blüte, König Ludwig I. und Prinzregent Luitpold waren dafür verantwortlich. 1918 wurde die Monarchie gestürzt. Hitler hat im Jahre 1923 einen Putsch versucht, der aber scheiterte. Er kam danach in das Gefängnis von Landsberg/Lech. München wurde im Zweiten Weltkrieg durch schwere Bombenangriffe zu 50% zerstört. Nach Kriegsende besetzten amerikanische Truppen München. Der Wiederaufbau hat München wieder zu dem gemacht was es einmal war. 1972 wurden die XX. Olympischen Sommerspiele ausgetragen. 850 Jahre Geschichte einer Stadt mit einem außergewöhnlichen Scharm.

