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München im Mittelalter
Im Jahre 1158 wurde München das erste Mal in der Geschichte erwähnt, damals war der Name „Munichen“. Der Grund für die erste Erwähnung war ein Streit zwischen dem Herzog von Sachsen und Bayern, Heinrich dem Löwen und dem Erzbischof Otto von Freising.
Im Mittelalter wurde der Ortsname schon auf einen Mönch zurück geführt. Auf dem ersten Stadtsiegel des Ortes, welches aus dem Jahre 1239 stammt, war ein Mönchskopf mit Zipfelmütze zu sehen. Ab 1304 war auf dem Stadtsiegel dann ein stehender Mönch zu sehen, der in seiner Hand ein Gebetbuch hielt. Noch heute ist der stehende Mönch auf dem Stadtsiegel und dem Stadtwappen so zu sehen. Später wurde der Mönch dann als Kind gedeutet und es wurde vom „Münchner Kindl“ gesprochen.
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Die frühe Neuzeit in München
Das erste Bayerische Religionsmandat wurde von Herzog Wilhelm IV. im Jahr 1522 erlassen. Diese Verordnung stellte das Lesen und die Verbreitung von lutherischem Schrifttum unter Strafe. Im selben Jahr begann die offizielle Gegenreformation gegen die Lehre von Reformern des alten Glaubens, wie Martin Luther.
Die Hofbibliothek wurde 1558 gegründet. Ein Jahr später wurde wieder ein neuer Orden mit den Jesuiten von Herzog Albrecht V. nach München geholt, es war der erste Orden seit dem 13. Jahrhundert. Von dem Orden wurden die Schüler unterwiesen und es wurden öffentliche Veranstaltungen, wie Theateraufführungen, im Freien aufgeführt. Im Jahr 1560 wurde das erste Gymnasium in München eröffnet.
Die Jesuitenkirche St. Michael wurde im Stil der Renaissance im Jahre 1583 bis 1590 gebaut. Das Hofbräuhaus wurde 1589 von Herzog Wilhelm V. gegründet, hier wurde das braune Bier gebraut, deshalb hieß es auch das „braune Hofbräuhaus“. 1602 wurde ein weiteres Hofbräuhaus gebaut, das „weiße Hofbräuhaus“, in dem nur das Brauen von Weißbier stattfand, dieses Haus steht noch heute. 1808 wurden die beiden Brauhäuser vereinigt. Aus der Innenstadt wurde der Brauereibetrieb 1890 verlegt. Seit dieser Zeit ist das Hofbräuhaus nur noch eine Gaststätte und wurde 1896 umgestaltet, so wie viele es heute kennen.
Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 brachte München unter anderem den Ausbau der Festungswerke. Mitten in diesem Krieg wurde die Mariensäule auf dem Marktplatz errichtet. Im Jahr 1664 war der Baubeginn für das Schloss Nymphenburg, woran sich später ein weitläufiger Park anschloss. 1701 war die Grundsteinlegung für das Schloss Schleißheim.
1701 wurde erstmals über den Schäfflertanz berichtet. Die Gründung einer Porzellanmanufaktur fand im Jahr 1753 statt. Mit der Gestaltung einer der ersten englischen Gärten in Deutschland wurde in München 1789 begonnen.
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München im 19. und 20. Jahrhundert
Als am 12. Oktober 1810 der Kronprinz Ludwig Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen heiratete, wurde vor der Stadt ein großes Pferderennen veranstaltet. Seitdem wurde das Fest jedes Jahr wiederholt und im Jahr 1819 wurde es zum ersten Mal unter städtischer Leitung veranstaltet. Heute ist das Fest in der ganzen Welt bekannt: das Münchner Oktoberfest.
Während der Regierungszeit von König Ludwig I. entstanden viele wichtige Bauwerke und die erste Eisenbahnlinie wurde während seiner Regierungszeit gebaut. Über der Theresienwiese wurde 1850 die Bavaria enthüllt. Von 1867 bis 1908 wurde das neue Rathaus am Marienplatz gebaut. Der Turm wurde mit einem Glockenspiel mit insgesamt 43 Glocken ausgestattet. 1868 wurde die technische Hochschule eröffnet, heute ist es die technische Universität. Von Miesbach nach München fand 1862 die erste Stromübertragung der Welt statt. Die ersten Fahrprüfungen mit der Ausgabe eines Führerscheins fanden 1899 in München statt und die Automobile erhielten die ersten Zulassungsnummern.
Die Grundsteinlegung für das Deutsche Museum war 1906. Der erste Geo-Zoo der Welt wurde 1911 eröffnet. Die Stadt erwarb 1924 an der Luisenstraße die Villa des Malers Franz von Lenbach. In der Villa wurde 1929 die städtische Galerie eröffnet. Das „Haus der Deutschen Kunst“ wurde 1937 eröffnet und ist heute das „Haus der Kunst“. Auf München wurden die ersten Luftangriffe des Zeiten Weltkrieges 1940 eröffnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die historische Altstadt fast vollkommen zerstört. Das bayerische Fernsehen hatte 1954 seinen offiziellen Start.
Im Jahr 1957 leben bereits über eine Millionen Menschen in München. 1972 wurde die bekannte Fußgängerzone Neuhauser- und Kaufingerstraße eröffnet, im selben Jahr wurden die U- und S-Bahn in Betrieb genommen.
Die Geschichte der Stadt München hat also einiges zu bieten und ging recht rasant voran.

